Geschichte


Stalins Schatten an der Saar

In der aktuellen Ausgabe der Hefte Nr. 131 setzt Erich Später seine Serie über die Geschichte der Kommunistischen Partei Saar (KPS) fort. Den ersten Teil aus dem Heft Nr. 130 veröffentlichen wir hier. Schwerpunkte sind das Jahr 1935, Verfolgung und Exil in der Zeit der NS-Diktatur, schließlich ihre Neugründung 1946 und die Wendung der Partei zum deutschen Nationalismus, begleitet von massenhaftem Ausschluss der „Parteifeinde“.


Kolonialausstellung in Saarbrücken KOLA 1913

Von Sadija Kavgić

Fünf Wochen dauerte die Kolonialausstellung in Saarbrücken. Sie sollte die Besucher für die Sache des deutschen Kolonialismus gewinnen. Dabei wurden auch Menschen schwarzer Hautfarbe ausgestellt.


Der Landesvater: Die NS-Vergangenheit Franz-Josef Röders

Von Erich Später
Im März 2013 veröffentlichte die saarländische Linkspartei die Studie des Historikers Hans-Peter Klausch „Braune Spuren im Saar-Landtag. Die NS-Vergangenheit saarländischer Abgeordneter.“ Klauschs Forschungen fanden kaum öffentliche Resonanz. Der Linken-Fraktion schien die Sache eher peinlich.


inks: Heinrich Schneider, rechts: Titelblatt der vom "abstimmmungsberechtigte[n} Saar-Deutschen" Heinrich Schneider 7934 verfaßten und in Berlin herausgegebenen Schrift

Das Wort des Führers ist unser Befehl Heinrich Schneider, ein deutscher Patriot

Von Erich Später
Es war ein Auftrag von höchster nationaler Bedeutung. Die mit Leitern, Werkzeugen und Blechschildern bewaffneten „Arbeiterkolonnen“ der Saarbrücker Stadtverwaltung handelten im Sinne des saarländischen Landtagspräsidenten und Führers der Demokratischen ParteiSaar (DPS), Heinrich Schneider.


Entlastungssehnsüchte eines Archivars

Von Julian Bernstein
Die Debatte zur NS-Vergangenheit Franz Josef Röders ist eine Entwicklung, die eigentlich zu begrüßen wäre. Bedauerlich ist allerdings, dass die Zeitschrift Saargeschichten und ihr Autor, der Archivar Peter Wettmann-Jungblut, die Forschung über Röder offensichtlich mehr blockieren als voranbringen wollen. Eine Analyse beider Publikationen des Autors zur NS-Vergangenheit Röders offenbart eine beinahe durchgängige Tendenz zur Manipulation.


Moralisch im Reinen

Von Julian Bernstein
Historikern geht es darum, die Vergangenheit möglichst nüchtern zu rekonstruieren, das Handeln der Menschen kritisch zu hinterfragen und möglichst objektiv darzustellen – zumindest der Theorie nach. Nicht selten verfolgen Historiker aber eigene Interessen.


Die „gehemnisvolle Krankheit“

Von Sadija Kavgić
„Nur“ eine Grippe, doch tötete sie weltweit mehr Menschen als beide Weltkriege zusammen. Auch in Saarbrücken und in der Region war die Lage dramatisch. Im Unterschied zu heute war die Grippe jedoch nicht das dominierende Thema in der Tagespresse. Das ganze Leben war dem Großen Krieg unterstellt. Die Saarbrücker Hefte wollten wissen, was es dazu in den Archiven zu entdecken gibt.


Die Corona-App und der Kontakverfolgungswahn

Von Reinhard Wilhelm
Anfang 1970, gab es in meiner Heimatstadt Meschede die letzte Pockenepidemie in Deutschland. Ein junger Mann hatte die Pocken aus Pakistan eingeschleppt. Er lag in der Isolierstation des Walburga-Krankenhauses. Man diagnostizierte seine Pockeninfektion und dachte, er sei isoliert und die Infektion unter Kontrolle.


Heavy Metall (Boltanski in Völklingen)

Von Sadija Kavgić
Verrostete Stahlmassen, geformt zu einer gewaltigen Silhouette, die vor etwa 150 Jahren in die Gegend brandgemalt wurden. Einst furchteinflößend und lebensgefährlich, heute ein Rostfleck in der zerstörten Landschaft. Es ist der Abend des 31. Oktobers 2018. Gleich wird hier eine Kunstinstallation eingeweiht.


Zu weit gegangen fürs Vaterland

Von Julian Bernstein
Der Dokumentarfilm „Der Stahlbaron“ über den Industriellen und NS-Kriegsverbrecher Hermann Röchling lässt die Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter größtenteils im Dunkeln.